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Parzival und die Suche nach dem Gral:

Ein Stufenweg

 

Mediävistik - Mittelalterforschung hieß die Alternative zu dem Modefach Linguistik. Ich mied das Reich der Abstraktion und wählte die wunderbare Welt des Mittelalters. Hier entdeckte ich die großen Versepen Gottfrieds von Straßburg, Hartmanns von Aue, das Trudperter Hohelied, die Mystik Meister Eckhards und Wolframs von Eschenbach Geschichte von Parzival bei dem unvergleichlichen Lehrer Friedrich Ohly.  

 

 

Erste Stufe: Der Narr. Der Weg durch das Labyrinth des Lebens führt zum Gral. Aber er ist schmerzvoll und voller Leid. Wie Theseus ist auch Parzival Halbwaise. Warum will seine Mutter mit aller Macht verhindern, dass er etwas von seinem Vater erfährt? Ihr Name Herzeloyde (Die leidende Seele) deutet den Grund an. Gahmuret, Parzivals Vater, war ein Ritter gewesen, den die Suche nach Abenteuern in den Orient trieb. Dort kam er bei einem heimtückischen Anschlag ums Leben. Herzeloyde ist hochschwanger. Die Nachricht von seinem Tod erschüttert sie. Angstträume suchen sie heim. Sie sieht einen Drachen, der an ihrer Brust liegt und ihr das Herz aus dem Leib reißen will. Der Drache ist ihr Sohn, mit dem sie kurze Zeit später niederkommt.

 

Die Mutter versucht das Kind vom Leben fern zu halten. Mit dem Dienstpersonal zieht sie in den tiefen Wald von Soltane. Niemand darf hier von Parzivals Vater und der Welt jenseits des Waldes sprechen. Die Mutter-Kind-Beziehung ist neurotisch, denn die Mutter liebt im Kind den verstorbenen Mann. Ihr Kind bleibt namenlos, damit sie alle Sehnsucht nach dem Verstorbenen auf den Knaben projizieren kann. Nach mittelalterlichem Brauch müsste er von einer Amme gesäugt werden, denn eine Herrin stillt nicht selbst. Herzeloyde jedoch säugt ihr Kind mit Hingabe, weil sie glaubt, Gahmuret in den Armen zu halten.

 

Wie lange kann man ein Kind vom Leben fernhalten? Niemand kann die großen Fragen nach dem Sinn des Lebens verhindern, die sich im Laufe der Entwicklung einstellen. Parzivals Seele ist schwarz und weiß wie das Federkleid der Elster: Den Knaben packt die Jagdlust. Er schießt die Vögel vom Baum und ist anschließend voller Mitleid mit dem Tier. Die Erfahrung von Leid und Mitleid erfüllt die Seele mit jener Sehnsucht, die alle Grenzen sprengt. Sie wird zum Anstoss für seine Suche.

 

Eines Tages begegnet Parzival zufällig drei Rittern in strahlenden Rüstungen. Durch sie erfährt er von König Artus. Jetzt hat seine unbestimmte Sehnsucht einen Namen. Er sucht das Bild des Vaters. Gegen den Willen der Mutter bricht er ins Labyrinth des Leben auf. Vier Ratschläge gibt sie ihm mit auf den Weg:

 

 

Meide dunkle Furten!

Grüße alle Menschen!

Folge dem Rat weiser Männer!

Umwerbe edle Frauen!

 

 

Während ihr Sohn sich auf den Weg begibt, bricht sie vor Schmerz tot zusammen. Ist Parzival schuld am Tod der Mutter? Hätte er zu Hause bleiben sollen? Das Kind folgt dem Ruf der inneren Stimme. Mütter haben kein Recht, ihre Kinder vom Leben fern zu halten. Aber sind ihre Verlustängste nicht verständlich? Hätte das Kind deshalb Mitleid mit seiner Mutter haben sollen? Geht nicht jeder im Labyrinth des Lebens seinen eigenen Weg?

 

 

 

Zweite Stufe: Begehren. Parzival will Ritter werden. Was ein Ritter ist, weiß er nicht genau. Doch verbindet er mit dem Wort „Ritter“ die Vorstellung von etwas Göttlichem. Munter reitet er aus dem Wald von Soltane. Auf freiem Feld sieht er ein Zelt. Er tritt ein und steht vor einem Bett. In ihm schläft Jeschute, die Frau des Fürsten Orilus de Lalander. Ihr Anblick löst sein Begehren aus. Parzival denkt an den Ratschlag der Mutter. Frauen soll ein junger Mann Ehre erweisen und rote Lippen soll man küssen, denkt er. Gesagt getan. Einen Fingerring streift er zudem vom Ringfinger der Frau und hat keine Ahnung, welchen Schaden er durch seine Naivität anrichtet und welche Irritationen er bei Orilus auslösen wird.

 

Wenig später begegnet er dem Ritter Ither. Er trägt eine rote Rüstung. Wieder erwacht sein Begehren. Keine Zweifel plagen ihn: Das steht mir zu, denkt er. Parzival kann seine Begierde nicht zügeln. Er wirft mit dem Sauspieß, trifft ins Auge des roten Ritters. Tödlich verwundet, stützt der vom Pferd. Parzival zieht sich seine Rüstung an. Kein Mitleid plagt ihn. Der Wurf mit dem Sauspieß war gegen die Regeln des ritterlichen Kampfes. Ritter dienen schönen Frauen, Ritter tragen schöne Rüstungen, denkt Parzival und glaubt nun ein Ritter zu sein, weil er eine Rüstung trägt.

 

Dritte Stufe: Bleib auf der Spur! Den Weg zum Gral muss jeder Mensch alleine gehen. Kein Meister kann ihm die Erfahrung abnehmen. Aber Erfahrung ohne das Gespräch mit einem Meister ist wie ein Schatz, der nicht gehoben wird. Parzivals spirituelle Lehrerin heißt Sigune. Sie öffnet ihrem Adepten die Augen der Seele und weist ihm den Weg des Mitgefühls. Sigune kennt die Folgen der Begierde aus eigener Erfahrung. Sie trauert um ihren Geliebten, den toten Ritter Schionatulander. Sein Schicksal zeigt, wie gefährlich die Suche sein kann. Sigune fühlt sich schuldig an seinem Tod. Denn sie hatte ihn aufgefordert, einem Hund hinterherzujagen, der ein wundersames Halsband mit einer gestickten Inschrift trug. Das erste Wort hatte sie im Vorbeilaufen des Tieres lesen können. Es lautet: Gardevias - Bleib auf der Spur! Sigune hatte den Anfang der Inschrift gelesen. Bleib auf der Spur! Diese Aufmunterung braucht jeder Labyrinthgänger. Denn nach einer gewissen Zeit kommt die Ungeduld. Er wird der Umwege überdrüssig. Er tritt aus der Spur und schreitet direkt zur Mitte. Doch wie gelingt es ihm, auf der Spur zu bleiben? Die Antwort war auf dem Halsband zu lesen. Sie bestand aus einer Erläuterung des Wortes „Gardevias“, einer praktischen Anweisung für Labyrinthgänger in Form eines Tugendkataloges. Die zwölf Tugenden lauteten:

 

Zucht,

Keuschheit, Milde,

Treue, Mäßigung, Sorge,

Schamgefühl, Bescheidenheit, Beharrlichkeit,

Demut, Geduld

und

Liebe.

 

Tugenden sind Wegweiser. Doch welchem Wegweiser soll die Seele folgen? Wann ist Beharrlichkeit, wann ist Geduld gefordert? Nicht jede gilt jederzeit und an jedem Ort. Wie aber findet die Seele heraus, was der Augenblick fordert? So viele Stimmen. Doch welche ist richtig? So viele Ratschläge. Doch welchem folgen?

 

Sigune weist den Weg. Bis zur Begegnung mit seiner Lehrerin, kannte Parzival nicht einmal seinen Namen. Er lebte vollständig aus dem Unbewussten. Fragte ihn jemand, wie er heiße, so nannte er die Kosenamen „lieber Sohn, schöner Sohn, guter Sohn“, mit denen ihn die Mutter gerufen hatte. Durch Sigune erwacht er zum Bewusstsein. Das ist der Sinn der Namensgebung. Parzival, so erläutert sie, heißt „Mittenhindurch“. Was bedeutet dieser rätselhafte Name? Er hat eine lichte und eine dunkle Seite. Wenn Parzival jetzt auf sein bisheriges Leben zurückblickt, entdeckt er die dunkle Spur der Verwüstung und des Leides, die seine Begierde hinterlassen hat. Sie zog sich mitten durch das Leben der Menschen, mit denen er in Berührung kam. Auf dieser Spur kann er gewiss nicht bleiben. Den Weg in die Zukunft weist das Mitgefühl.

 

Durch den Ritter Gurnemanz erhält Parzival eine zweite Unterweisung. Sie enthält den Kanon der ritterlichen Tugenden:

 

Unverzagtes Handeln,

Achtsamkeit,

Erbarmen mit den Notleidenden,

Treue,

Ehrgefühl,

Glauben,

Keuschheit,

Diskretion

und

Liebe.

 

 

Die Liebe findet bald Erfüllung. Parzival befreit die Königin Condwiramurs von ihren lästigen Brautwerbern und heiratet sie. Könnte er sich jetzt zur Ruhe setzen und seinen Besitz genießen? Gewiss nicht. Er hat die Mitte noch längst nicht erreicht. So macht er sich erneut auf die Suche.

 

 

Vierte Stufe: Das Paradox. Die Gralsburg ist durch eine Sicherheitszone von 30 Meilen geschützt. Kein Unberufener dringt hier durch. Parzival erreicht die Gralsburg, ohne sie gesucht zu haben. Das Beste wird uns geschenkt. IWas Parzival auf der Burg erlebt, verunsichert ihn über die Maßen. Er befindet sich in einer paradoxen Welt. Denn in der edlen Gesellschaft der Gralsritter will nichts zueinander passen. Parzival wird mit allen Ehren empfangen und in einen Festsaal geführt. Hier ruht auf einer Liegestatt der Gralskönig Anfortas. In den offenen Kaminen prasseln Feuer. Dennoch friert der König. So hatte sich Parzival die Welt der Ritter nicht vorgestellt.

 

In jedem Labyrinth gibt es ein Paradox. Ein Paradox kann durch die Vernunft nicht aufgelöst werden. Dieses lautet: Der Erwählte ist ein Leidender! Noch bleibt Parzival das Geheimnis des Grals verschlossen. Schmerz verzehrt Anfortas’ Gesichtszüge. Eine eiternde Wunde in der Lendengegend quält ihn. Ihr Gestank ist erbärmlich. Das ist nicht der Wohlgeruch, den man den Heiligen nachsagt. Mit brennendem Aloeholz versuchen die Diener den Wundgeruch zu neutralisieren.

 

Aller Augen sind auf Parzival gerichtet. Was erwarten sie von ihm? Vielleicht denkt Parzival jetzt an die Ratschläge seiner Lehrer. Gurnemanz hatte mit ihm über Tugenden gesprochen. Erbarmen mit den Notleidenden solle ein Ritter zeigen, hatte der Lehrer gesagt. Aber er hatte auch gewarnt: Stelle nicht zu viele Fragen! Parzival aber ist voller Fragen. Was soll er tun? Wie soll er sich verhalten? Wäre er Anfortas allein auf offener Straße oder im Wald begegnet - gewiss hätte er sich ihm zugewendet und nach der Ursache seiner Leiden gefragt. Doch diese Situation ist nicht eindeutig. Parzival denkt, Diskretion sei geboten. Er irrt sich. Was nützen uns alle klugen Ratschläge, was helfen uns die Tugendkataloge, wenn wir im Gewirr der Stimmen nicht jenes erlösende Wort finden, das uns „Mittenhindurch“ das Paradox führt?

 

So verfolgt Parzival schweigend das Ritual. Eine blutende Lanze wird in den Saal getragen. Es ist die Lanze des Longinus, mit der Christus am Kreuz in die rechte Brust gestochen wurde. Dann wird der Gral in den Saal getragen. Die Prozession wird von Repanse de Joie, begleitet von ihren sechs Dienerinnern, geführt. Der Gral ist das Paradies auf Erden, das schlechthin Vollkommene, eine Frucht der Seligkeit und Füllhorn der Erdensüße. Parzival wird Zeuge eines Speisungswunders. Das Wunder der Heilung aber könnte nur er selbst vollbringen. Wie denn? Durch eine Unmittelbarkeit des Herzens, eine Zuwendung ohne Sicherungsseil. Es gibt in jedem Menschen eine untrügliche, innere Stimme, die sagt:

 

 

Du wirst hier gebraucht!

Geh auf den Leidenden zu!

Frage, was ihm fehlt!

Zeige dein Mitleid!

Sprich das erlösende Wort!

 

 

Parzival stellt die Mitleidsfrage nicht. Am nächsten Morgen wird er erfahren, dass dies seine Stunde gewesen wäre. Er war erwählt, aber ihm fehlte der Mut zur Freiheit. Er wollte sein Leben sichern und nichts riskieren. So wird er der Burg verwiesen und verflucht. Die Mitte des Labyrinthes lag zum Greifen nahe. Jetzt führt der Weg in einem weiten Bogen von ihr weg. Es geht bergab - wörtlich und symbolisch, denn die Gralsburg liegt auf einem Berg.

 

 

Fünfte Stufe: Kreuzweg. Im Labyrinth kann man sich nicht verirren, denn wer den Weg weitergeht, wird die Mitte erreichen. Woher aber soll Parzival wissen, dass er durch ein Labyrinth und nicht durch einen Irrgarten läuft? Er ist vom Gralsberg hinabgestiegen und kommt in die Welt der Artusritter. Für einen Moment wird Parzival von seinem Schicksalsweg abgelenkt. Artus schlägt ihn zum Ritter der Tafelrunde. Auf der Gralsburg ist er gescheitert, hier wird er anerkannt. Ist das nicht ein Trost? Könnte seine Seele durch diese Anerkennung Frieden finden? Nein, nur um den Preis des Selbstbetruges und der Unaufrichtigkeit. Er würde seiner eigenen Berufung untreu werden und auch diejenigen hintergehen, die ihm nun Ehre erweisen, indem sie ihn in ihre Reihen aufnehmen. Denn dies ist nicht sein Ort auf der Welt, und unter ihnen wird er sich auf Dauer nicht heimisch fühlen.

 

Doch hätte er die Kraft, sich aus den Stricken der Anerkennung zu lösen? Da kommt ihm Hilfe von außen. Es ist die Gralsbotin Cundrie la sorcière, eine hochgelehrte Frau. Sie platzt in die Festgesellschaft, stürmt „Mittenhindurch“ die Heiterkeit und wiederholt den Fluch. Alle sind entsetzt. Der Schatten hat Parzival eingeholt. Er ist das Kreuz, das er zu tragen hat, aber auch seine Chance: Er darf weiter schreiten und auf der Spur bleiben. Das Leiden öffnet eine Tiefendimension der Seele. Das Haus der Seele bebt bis in die Grundfesten. Parzival geht nun seinen Kreuzweg. Dabei droht ihm alles abhanden zu kommen: die Liebe zu Condwiramurs und Gott. Artusrittern bleibt diese Tiefenerfahrung erspart. Doch Parzival ist zum Gral berufen. Der Gral ist ein Erlösungsgeheimnis. Artusritter fühlen sich nicht erlösungsbedürftig.

 

 

 

Sechste Stufe: Karfreitag. Der Weg durchs Labyrinth ist zum Kreuzweg geworden. Am Karfreitag begegnet Parzival dem Einsiedler Trevrizent. Parzival denkt, er sei gescheitert, von Gott und der Welt verlassen. Er hat keine Hoffnung mehr, die Mitte des Labyrinthes zu erreichen. Tatsächlich aber liegt sie zum Greifen nahe. Parzival legt vor Trevrizent die Beichte ab. Sie ist sein symbolischer Tod und der Beginn der Auferstehung zu neuem Leben. Trevrizent spricht ihm Gottes Vergebung zu und weiht ihn in die Mysterien des Grals ein.

 

Einst wurde der Gralskult von Engeln versehen, erzählt Trevrizent, doch weil sie sich nach dem Sturz Luzifers neutral verhielten und sich weder für noch gegen Gott entscheiden wollten, wurde der Gralsdienst den Tempelrittern anvertraut. Zum Ethos dieser Ritter gehört der Dienst an den Schwachen und Kranken. Parzival begegnet einem neuen Paradox. Es ist das Paradox der Freiheit. Was ist Freiheit? Reisefreiheit, politische Freiheit, Freiheit des Denkens, freies Handeln? Gewiss, diese Freiheit hätte Parzival unter den Artusrittern gehabt. Aber er sucht mehr. Die höchste Form der Freiheit. Er will frei werden von der Begierde, er möchte frei werden von sich selbst, gelöst, erlöst sein.

 

 

 

Siebte Stufe: Was fehlt dir? Wir ringen verzweifelt um die Lösung eines Problems. Haben schon alle Hoffnung aufgegeben, glauben weiter vom Ziel entfernt zu sein, als je zuvor und plötzlich öffnet sich der enge Pfad: wir haben die Mitte erreicht, wir haben die Lösung gefunden. So geht es auch Parzival. Kurz nachdem er seinen spirituellen Lehrer verlassen hat, steht er zum zweiten Mal vor den Toren der Gralsburg. Wieder wird er hineingelassen, wieder steht er vor dem leidenden Gralskönig Anfortas. Parzival hat die Mitte des Labyrinthes erreicht.

 

Was fehlt dir? Worunter leidest du? Kinder scheuen sich nicht, diese Fragen zu stellen. Erwachsene jedoch zögern, und sie haben Gründe dafür. Der Leidende könnte durch die offene Nachfrage peinlich berührt sein. Die Zuwendung könnte Erwartungen wecken, denen man nicht standhalten will oder kann. Was uns von der Mitleidsfrage abhält, ist die Angst vor Verantwortung, Überforderung und vor einer verbindlichen persönlichen Beziehung. Mitleidsfragen werden nicht gestellt, weil sich Menschen nicht mit den Sorgen anderer Menschen belasten wollen. Wie Priester und Levit gehen sie an dem Niedergeschlagenen vorbei. Kann man lernen ein Samariter zu werden? Parzival zögert jetzt nicht, die Gralsfrage an Anfortas zu richten: Oheim, was wirret dir? Herr, woran leidet ihr? Was fehlt dir?

 

Die Mitleidsfrage heilt Anfortas und macht Parzival zum Gralskönig. Was hat erreicht, wer an dieses Ziel des Weges gekommen ist? Er ist frei geworden von Selbstmitleid und der Sorge um sich selbst. Er ist offen für die Zuwendung zum Nächsten. Wer ist dieser Nächste? Jeder, der uns braucht. Auf der siebten Stufe des Labyrinthes enthüllt sich der Weg, den wir gegangen sind. Schmerz, Einsamkeit, Krankheit, Zweifel an der Berufung blieben uns nicht erspart, aber durch sie „mittenhindurch“ führte der Weg zum Ziel.