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Am Meer der Seele:

offen sein für  Begegnung,

sich überraschen lassen,

bereit sein für eine Berührung,

sich wundern und bewundern,

beseelen lassen,

mit allen Sinnen leben

sinnlich sein,

zärtlich sein:

Eintauchen ins Meer der Seele.

 

 

 

Weisheit der Muschel

 


 

 

 Im  Meer der Seele: 

Staunend sind wir ins Leben getreten.

Staunend dürfen wir die Welt erkunden.

Staunend erfahren wir: unser Leben macht Sinn

Staunend begreifen wir: wir sind gewollt.

Staunend erkennen wir das Grundmuster unseres Lebens.

Staunend erfüllt uns Dankbarkeit

 

 

Vom inneren Hören

 

 

Sei ganz Ohr.

Finde ein neues Gleichgewicht.

Verweile,

übe dich in Geduld.

Werde empfindsam  für die leisen Töne.

Harre aus in der Stille,

bis die innere Stimme erklingt,

deine Lebensmelodie.

 

 

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Sandkörner:
Den Schmerz in eine Perle verwandeln
 

 

 

Die Betrachtung der Perle weckt in uns das Gefühl der Vollkommenheit. Staunen, Bewunderung, Ehrfurcht erfüllen die Seele. Auch das Gedicht, ein Ballett, ein Kunstwerk oder Gang durch eine gothische Kathedrale können uns erheben. Das  Vollkommene atmet Leichtigkeit. Wer denkt beim Anblick der Perle an das Sandkorn, das sie umschließt? Keine Spur verrät das Gedicht von der mühsamen Suche nach dem treffenden Wort. Leicht wie ein Vogel schwebt die Tänzerin  über die Bühne. Ihre Bewegungen erinnern nicht an den langen Weg der täglichen Übung. Das vollendete Gemälde läßt die zahlreichen Entwürfe vergessen. Der himmelstrebende Bau der Kathedrale wirkt wie aus einem Guss. Wer dächte bei seinem erhabenen Anblick an das mühsame Behauen der Steine und den Sand, der zwischen den Fugen als Mörtel gerann? Mühsal, Schmerz, Entbehrung und Erdenschwere sind verwandelt in Schönheit.

 

 

 



Staunend stehe ich vor dem Geheimnis der Muschel. Auch die Perle ist verwandelter Schmerz. Die Biologie lehrt über die Entstehung der Perle folgendes: Zwischen die Schalen der Muschel ist ein Fremdkörper eingedrungen. Ein Sandkorn zum Beispiel. Das Muschelfleisch ist weich und empfindsam wie unsere Haut, die leicht von einem Dorn oder einem Holzsplitter verletzt werden kann. Uns schmerzt der Fremdkörper. Bald rötet sich die Wunde. Sie pulsiert und wird eitern, wenn es uns nicht gelingt, den Splitter mit einer Nadel aus dem Fleisch zu ziehen. Die Muschel kann das Sandkorn nicht ausspeien.  Mit den Zellen der Manteloberfläche, aus denen die Muschel  ihre Schalen bildet, umschließt sie den Fremdkörper und bildet so die Perle. Sie ist wie die Muschelschale aufgebaut, nur in umgekehrter Richtung. Die glänzende Perlmuttschicht auf der Innenseite der Muschel ist auf der Perle zur Außenseite geworden. Auf der spirituellen Ebene erzählt die Entstehung der Perle von der Kraft der Verwandlung, die in jeder Seele ruht. Die Muschel sagt:

 

Höre ein Geheimnis:

Was dich verletzte,

was dich verwundete,

es hat dich auch befruchtet.

 

Du zweifelst:

Denke an den Freund oder die Freundin,

die Eltern oder die Kinder,

deine Erfahrungen in Schule, Studium oder Beruf,

an alle Wunden,

die dir das Leben schlug

durch eigene oder fremde Schuld:

Ließen sie dich nicht

wachsen,

reifen

und

Perlen bilden?

 

 

Die letzte Reise

 



Geheimnisse können nicht erklärt oder bewiesen werden.  Wir müssen ihrer Wahrheit nachspüren: Ist das Bild für mich stimmig? Kommen meine Erfahrungen zum Ausdruck? Finde ich mich in dem Bild wieder? Geheimnisse offenbaren sich nicht zu jeder Zeit. Ich muss Geduld mit ihnen und mit mir haben. Irgendwann werde auch ich spüren: Auch mein Schmerz wird in eine glänzende Perle verwandelt werden.  Die Muschel sagt:

 

Verdränge den Schmerz  nicht,

sondern verwandle ihn in die Perle!

Du hast heilende Kräfte in dir!

Vertraue auf die Kraft der Wandlung in deiner Mitte!

Vielleicht hast du sie noch nie gespürt.

Aber sie ruht in dir.

Sie gehört zu deinem inneren Reichtum.

 

 

Sandkörner


 


Perlen sind verwandelter Schmerz. Welch ein Mysterium! Um das Sandkorn in eine Perle zu verwandeln, bedarf es vor allen Dingen der Geduld. Geduldig sein heißt nicht, alles zu dulden und  Demütigung hinzunehmen. Im Vertrauen auf die geheimnisvolle Kraft der Verwandlung aber ist die Muschel  stark und beharrlich. Sie läßt sich nicht leicht enttäuschen und gibt die Hoffnung  niemals auf. Sie wirkt im Stillen, aber mit Entschiedenheit. Die Muschel sagt:

 

Spüre in dir die Kraft der Verwandlung!

Wandle

das Sandkorn der Mühsal

in die Perle der Leichtigkeit,

das Sandkorn des Schmerzes

in die Perle der Freude,

das Sandkorn der Entbehrung

in die Perle der Fülle,

das Sandkorn der Enttäuschung

in die Perle der Zuversicht,

das Sandkorn der Ungeduld

in die Perle der Geduld,

das Sandkorn der Eifersucht

in die Perle der Toleranz,

das Sandkorn der Ungerechtigkeit

in die Perle der Gerechtigkeit.

 

Perlen wachsen nicht in wenigen Tagen, und der Schmerz ist nicht im nächsten Augenblick überwunden.  Alles braucht seine Zeit.  Schicht um Schicht umhüllt die Muschel das Sandkorn mit Perlmutt. Unendlich langsam wächst die Perle in ihr. Noch lange spürt die Perle das Sandkorn in sich. Doch eines Tages wird der Schmerz eine ferne Gedächtnisspur sein, bis er sich schließlich ganz in der Erinnerung verliert. Dann werden wir eine reine Perle sein. Doch noch ist der Weg weit.

 

 

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