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Erfahrungen mit Medien

 

Die Neunziger Jahre begannen mit Talk-Shows. Jürgen Fliege, Rainer Holbe, Johannes B. Kerner, Hans Meiser und viele andere luden mich zu Gesprächen über Engel ein. Die Morgenmagazine der privaten Sender, der ARD und des ZDF mit Maybrit Illner und Cherno Jobatey folgten. Dann kam Günter Jauch mit Stern-TV und Jürgen von der Lippe mit einem Format, dessen Name mir entfallen ist wie so vieles andere aus jenen Jahren der Betriebsamkeit. Der zeitliche Aufwand neben meiner beruflichen Tätigkeit war enorm, der Ertrag verschwindend gering – für die Engel und mich. Medienpräsenz dieser Art fördert weder den Glauben an die Wirklichkeit der Engel noch den Absatz von Engelbüchern.  Engel sind ihr eigenes Medium. Sie bedürfen keiner weiteren Mittler.

 


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Aber es gab wunderbare Begegnungen. Zum Beispiel mit Friedrich Riehl, dem Begründer des Kulturmagazins „Mosaik“ im WDR III und dessen Leiter von 1973 bis 2006. Er lud mich 1982 in die „Budengasse“ (WDR II) zu einem Gespräch über den „Papa Faust“ ein. Hier war alles live und echt. Von dieser ersten Begegnung an begleitete Friedrich Riehl mein Wachsen und Werden. Der Sendeplatz „Mosaik“ bot am frühen Samstagmorgen eine Stunde Zeit für ein vertiefendes Gespräch. Unvergesslich jener 11. Mai 1996, an dem meine drei kleinen Kinder ein Live-Gespräch im Kölner Funkhaus am Wallrafplatz über Karnickel, Wellensittiche, Katzen und Hunde führten und Antworten auf die Frage gaben: Kommen Tiere in den Himmel?

 

Von den vielen Fernsehbeiträgen war vielleicht „Engel in Sicht“ (WDR III vom 16. Dezember 1994) von Johannes Backes der dichteste. Meiner Arbeit zur Seite standen hier die Kompositionen von Karlheinz Stockhausen. Anregend und bereichernd war für mich die Arbeit mit Annette Frei Berthoud. „Engel – Die Sehnsucht hat Flügel“ (2005; NZZ Format.http://www.nzzformat.ch/108+M58fc8fcd5ab.html) und der kleine Film „Stille Freunde“ (2009; Bsb-Film, Medienproduktion für das ZDF) von Anabel Münstermann.

 

Legion sind die Radiogespräche. Einige Radio- und Fernsehsendungen habe ich auf MC und Videocassette aufgenommen. Inzwischen gibt es keine passenden Abspielgeräte mehr im Haus und die alten Ton- und Bildträger verrotten. Die Zeit fördert das Vergessen.

 

Anlass zu Rückblick und Ausblick gab mir ein Gespräch mit Gregor Papsch (Zeitgenossen: Biographisches Portrait im SWR 2 vom 04. Juni 2015. http://swrmediathek.de/player.htm?show=0e3211f0-090f-11e5-85d1-0026b975f2e6).